Hallo Ihr Lieben,

Jetzt ist seit unserer Barcelona-Reise auch schon wieder eine Woche vergangen. Es geht immer viel zu schnell vorbei. Wir haben wieder einiges erlebt, wenn auch nicht nur positiv und wir haben viele tolle vegane/ vegetarische Restaurants entdeckt. Barcelona ist wundervoll und in diesem Jahr kam es mir so vor, als wenn doch mehr Menschen als in den Jahren zuvor erkannt haben, wie schön Barcelona im Februar ist.

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Freitag

Freitag Abend sind wir um 18:00 Uhr in Barcelona gelandet und machten uns direkt auf den Weg ins Hotel. Nach dem Check-In fuhren wir ins Zentrum. Unser Hotel lag wieder etwas weiter vom Stadtkern entfernt, sodass wir ca. 10 Minuten mit der Bahn bis zum Gòticviertel brauchten. Es lohnt sich wirklich eine 10er-Karte zu kaufen, die kostet nur 9,95 €. Auch das Bahnfahren in Barcelona ist ein Erlebnis. Es gibt so viele verschiedene Menschen, die man beobachten kann, hin und wieder kommt eine Straßenmusiker und unterhält die Fahrgäste.

Wir drehten ein paar Runden durch das Goticviertel, liefen über die La Rambla, setzten uns ab und zu für ein Getränk und einen kleinen Snack in eine Bar und ließen den Abend an der Strandpromenade ausklingen.

Samstag

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Um den Tag wie gewohnt mit einem Smoothie zu starten, hatte ich mir das Juicy Jones ausgesucht.

Hier gibt es Grüne Smoothies, Fruchtsäfte und eine Mittagskarte, die auch wirklich sehr  gut klang. Es war wirklich ein leckerer Start, in einem bunten Laden. Aber seht selbst:

(Bitte entschuldigt den Sound, ich arbeite schon an einer besseren Lösung)

Danach machten wir uns als auf den Weg zum Markt, dem Mercat de Boqueria.

Ich mag diesen Ort – buntes Treiben, unterschiedliche Menschen und verschiedene Stände mit tollen Obst und Gemüsesorten.

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Bei dem Anblick dieser ganzen leckeren Früchte habe ich mir gewünscht, ich hätte meinen Mixer im Handgepäck oder ich könnte zumindest einen Einkaufskorb voll mit tollen Dingen mit nach Hause nehmen.

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Weiter ging unsere Stadttour und zur Mittagszeit erreichten wir das Biocenter. Das Biocenter hat am Wochenende ab 13:00 Uhr geöffnet. In der Woche gibt es Frühstücksbüffet und am Abend das Dinner, das ab und an mit Veranstaltungen begleitet wird. Es gibt vegetarische Gerichte mit veganen Optionen. Die Bedienung ist sehr nett. Da die Speisekarte auf Spanisch war, haben wir anfänglich nicht verstanden wie das mit den Essen dort funktioniert. Es gibt verschiedene Salate an einem Bufett, dann holt man sich ein Hautgericht an einem Fenster zur Küche und abschließend gibt es ein Dessert. Alles Selfservice – wenn man es verstanden hat also ganz einfach 😉

Wir bummelten weiter durch die Gassen und genossen das spanische Leben. Es war die meiste Zeit bewölkt aber trocken. Hin und wieder ein paar Tropfen Regen, aber wen stört das schon.

Am Abend suchten wir uns eine Tapasbar, saßen draußen und guckten uns das lustige Treiben auf der Straße an. Ab und an kamen Straßenmusiker vorbei und begleiteten den Abend mit toller spanischer Musik, Gitarrenklängen und Gesang. Auch wenn Tapas meist sehr fleischlastig sind, habe ich immer etwas gefunden, Salat, Oliven, Patatas und Champinons.

Der Taschendieb und eine wilde jagt nach der Polizei

Wir liefen noch etwas durch die Gassen und waren eigentlich schon auf dem Weg zur Bahn um ins Hotel zu fahren. Aus einer Seitenstraße kamen 3 Jungs, faselten etwas von Salsa, wollten uns eine Karte geben. Wir versuchten sie auf Abstand zu halten, aber sie waren sehr aufdringlich. Meinem Freund wollte der eine ein Bein stellen und tänzelte neben ihm her. Er versuchte seine Attacke abzuwehren, schaffte es auch und die beiden Jungs verschwanden. Wir beide schauten uns irritiert an was das war und ich sagte: „Zum Glück haben wir alle unsere Sachen noch“, mein Freund schaute mich an und sagte „Fuck, der hat mir mein Portemonnaie geklaut“. Wir liefen noch durch die Straßen in der Hoffnung, dass sie nur das Geld rausgenommen und den Perso, sowie die Karten irgendwo hin geworfen habe, aber wir fanden nichts. Wir beide hätten nie damit gerechnet, das uns so etwas mal passiert. Natürlich, durch die Kamera um den Hals meines Freundes wirken wir vielleicht etwas touristisch, aber er mit Cap, Hoodie und Sneakern und ich mit Hoodie und Chucks sehen wir doch nicht wirklich so aus, als gäbe es bei uns etwas zu holen oder?

Wie auch immer…, wir machten uns auf den Weg einen Polizisten zu suchen, denn ohne Perso keinen Rückflug und ohne Polizeibericht keinen neuen Ausweis. Aber wie es immer so ist, die Polizei ist nie dort wo man sie braucht, auch nicht in Spanien. Wir nahmen uns ein Taxi und wollten zur nächsten Polizeiwache. Der Taxifahrer ließ uns am Plaza Catalunya mit den Worten „hier ist die Polizeiwache“ raus. Aber die Polizeiwache hatte geschlossen, wie uns ein netter älterer Herr mitteilte. Also suchten wir auf der La Rambla eine Polizisten, den wir auch schnell fanden. Und das war eigentlich echt zum totlachen, wir schilderten dem Polizisten unseren Fall, er fragte uns war der Taschendieb an hatte, wir beschrieben ihn und zeigten ihm die Karte. Seine Reaktion zeigte das es diese Masche nicht erst seit heute gibt. Er holte eine Blog und einen Stift raus, schrieb Saschas Vornamen und seine Telefonnummer auf und sagte, sollte das Portemonnaie gefunden werden, würde er anrufen. Wir beide konnten uns das Lachen gerade noch verkneifen. Es gab natürlich nur einen Sascha in ganz Spanien und seine Art Touristen zu beruhigen, half uns garnicht weiter. Er sagte uns wir sollen die Rambla runter laufen, da würden wir die Polizeiwache finden, da stehen mehr Leute wie er, Hausnummer 18. Super dachten wir uns, das wird ein langer Weg, wenn es so weiter geht. An der Polizeiwache angekommen, wurde uns gesagt wir sollen in die nächste Straße zur Hausnummer 18 gehen, da ist die Polizeiwache die für so etwas zuständig ist, sie könnten da nichts tun. Hausnummer 18 war ein heruntergekommener Hauseingang, 2 Polizisten weiter, die auch von der Hausnummer 18 überzeugt waren und einem netten Spanier, der extra in seinem Handy nachschaute wo die Polizeiwache war. Ich hoffe nicht, dass einer von euch mal zur Polizei in Barcelona muss, aber wenn doch ist die Polizeiwache für Diebstahl in der Carrer Nou de la Rambla 79.

Hey… und was soll ich euch sagen: englische Sprechzeit ist täglich von 11-21 Uhr. Wir sollen morgen wieder kommen. Wir hatten keine Lust mehr und nahmen ein Taxi ins Hotel. Mittlerweile war es auch schon 1 Uhr nachts.

Sonntag:

Am nächsten Morgen wurden wir von Sonnenstrahlen geweckt. Bei Sonnenschein durch die Stadt laufen ist einfach noch viel, viel schöner. Kurz zur Polizei, den Papierkram regeln, vorher einen grünen Smoothie bei Jucy Jones. In der Polizeiwache waren unglaublich viele Menschen denen das Handy oder ebenfalls das Portmonnaiegeklaut wurden. Erstaunlicherweise ging es mit dem Papierkram aber recht schnell.

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Nun konnten wir die Sonne an der Strandpromenade genießen, durch die Gassen schlendern und in espai mescladis einen Grünen Tee trinken.

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Diese Bar/ Restaurant ist sehr interessant, die Einrichtung sehr zusammengewürfelt und gemütlich, die Wände mit Fotos tapeziert. Auch hier gibt es vegetarische Gerichte. Ich habe diese allerdings nicht probiert.

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Unser nächstes Ziel war das Enjoy. Ein veganes Restaurant. Wir wurden freundlich empfangen und die Bedienung hat uns alles ausführlich erklärt. Für mich ein wirklich tolles Restaurant mit richtig, richtig gutem Essen. Hier müsst ihr auf jeden Fall hin, wenn ihr im Barcelona seid!

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Wir machten uns auf den Weg in den Park. Das Parkleben in Barcelona am Sonntag ist großartig. Es wird gesungen, getanzt, getrommelt und gelacht. Einige Leute kommen mit der ganzen Familie hier her, andere treffen sich mit Freunden, die nächsten haben eine Slackline dabei. Es ist schön und macht einfach gute Laune. Und hier kommt das Gefühl „Das Leben ist schön“ in allen Menschen Barcelonas und auch in mir zum Vorschein. So könnte es in Hamburg ruhig auch öfters mal sein. „Dies ist ein Hinweis für alle Musiker, Sänger, Tänzer und lebenslustige Menschen in Hamburg! Mehr Musik und mehr tanzen im Park! 🙂

Auf dem Rückweg vom Park fanden wir noch ein veganes, vegetarisches und  Rohkost-Restaurant. Das „EL CAFÉ Blueproject„. Wir aßen nur eine Rohkost-Cookie, der mich nicht ganz überzeugte. Allerdings hörten sich die Gerichte in der Karte super gut an.

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Am Abend suchten wir uns wieder eine schöne Tapas-Bar, saßen draußen, genossen das Leben.

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Montag:

Am Montag klingelt schon um 6 Uhr der Wecker.

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Unser Flieger geht um 12:30 Uhr und wir wollten die Zeit in Barcelona ja nicht mit schlafen vertrödeln. So bekamen wir noch einen Einblick in das frühe Leben der Stadt. Keine Touristen, viele Geschäftsleute und die Alltagshektik mit Sonnenstrahlen. Nach einer frühen Runde über den Markt und einer Tour durch die Gassen der Stadt ging es zurück zum Flughafen.

Wir waren etwas traurig wieder zurück zu müssen, aber trotz des kleinen Zwischenfalls war es eine traumhafte Reise. Wir haben einiges gelernt und wissen jetzt, das wir auf unsere Sachen besser aufpassen müssen, dass man wenn man abends beklaut wird, entspannt am nächsten Tag zur Polizei gehen kann und das es nicht verkehrt ist eine Ausweiskopie irgendwo hinterlegt zu haben.

Barcelona ich liebe dich immer noch und wir kommen ganz sicher wieder. Vielleicht im nächsten Jahr? Wer weiß….

Ich wünsche euch allen einen sonnigen Tag.

Eure Svenja