Hallo Ihr Lieben,

Vor Kurzem war ich zu besuch bei der Stadtimkerei Léo + Co. Ich habe mich lange mit Michaela und Dominique unterhalten und viele wichtige sowie interessante Dinge über Bienen und Honig erfahren.

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Michaela hat mit der Imkerei begonnen, weil sie das Sozialverhalten der Insekten interessiert hat und so entwickelte sie ihre Leidenschaft für die Bienen. Heute verbringt sie ca. 4 Stunden pro Woche bei den Bienen. Sie bekommt von ihren Völkern ca. 1 Zentner Honig pro Jahr und achtet sehr stark darauf, das ihren Bienen immer ausreichend Honig für den Eigenbedarf bleibt. Damit es auch wirklich genug Nahrung für den Winter gibt, unterstütz Michaela die Bienenvölker mit Zusatzfutter.IWEI_Stadthonig-32

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Warum sind Bienen so wichtig?
Bienen sind unglaublich wichtig für unsere Umwelt und unsere Nahrung. Etwa 1/3 unserer Nahrungsmittel gäbe es ohne die Bestäubung von Insekten nicht und ein Großteil unserer Wildpflanzen würde verwelken. Was würde uns dann noch bleiben? Wie würde unsere Welt dann aussehen? Und wovon sollten wir uns ernähren? Die Arbeit der Bienen ist so wichtig für uns.

Was ist heutzutage das größte Problem für die Bienen?
Ein großes Problem ist das Bienensterben. Es hat verschiedene Ursachen. Die Monokultur führt zur Verarmung der Lebensgrundlage für die Bienen. Zum einen gibt es keine natürlichen Lebensraum und zum anderen benötigt die Bienenkönigin ständig wechselnde Nahrung, um ihre Legeleistung zu steigern. Ohne diese wird das Bienenvolk kleiner und es schafft es mit hoher wahrscheinlich nicht, den Winter zu überleben. Seit einigen Jahren gibt es einen Parasiten, der die Brut schädigt. Das Ausroten des Parasiten ist kaum möglich. Den Imkern gelingt meistens mit Ameisensäure den Parasit einzudämmen oder auszurotten. Es ist das einzige Mittel, welches nach der Aufnahme von den Bienen nicht in den Honig gelangt.

Wie sieht eigentlich so ein Bienenvolk aus?
in einem Bienenvolk gibt es eine Königin. Die Königen steuert das Leben in einem Bienenstock und erhält das Bienenvolk. Sie ist das einzige geschlechtsreife Lebewesen und sorgt für den Nachwuchs der Bienen.
Die Arbeiterbienen haben die Aufgabe für die Königin, die Ernährung und den Aufbau des Bienenstockes zu sorgen. Sie durchlaufen verschiedene „Karrierestufen“ in ihrem Leben.
Ammenbiene: Säuberung des Bienenstocks, Entgegennahme und Verteilung der Nahrung
Stockbiene: Vorbereitung der Pollennahrung für die Larven und deren Versorgung
Baubiene: Ausscheidung von Wachs, Bau von Waben und Verdecken der Brut
Wächterin: Wachbienen am Eingang des Bienenstocks
Flugbiene, Sammlerin: Sammelt Pollen, Propolis, Wasser und Nektar. Der Gefährlichste Job!

Was passiert im Winter mit einem Bienenstock? 

Der Bienenstock wird für den Winter vorbereitet, das Wachs schütz vor der Kälte und der Honig ist die Nahrung der Bienen. Damit die Bienen genügend Futter für die Winterzeit haben, füttert Michaela Zuckersirup zu. Die Mischung aus Honig und Zuckersirup ist für die Bienen besser verdaulich. Im Winter fliegen die Bienen nicht raus. Es gibt spezielle Winterbienen, die im Stock bleiben und die Königin schützen. Das Bienenvolk im Winter besteht aus ca. 10.000 bis 20.000 Bienen. Ab ca. 10° legt eine Königin keine Eier mehr. Sie fängt wieder an Eier zu legen wenn es wärmer wird. Im Winter sind in einem Bienenstock ca. 20 °. Um diese Temperatur zu halten, müssen im Winter eine gewisse Anzahl an Bienen im Stock sein.

Was ist der Unterschied zwischen Michaela´s Honig und einem Honig aus dem Supermarkt?
Der Honig aus dem Supermarkt hat immer den gleichen Geschmack. Der Honig von Michaela und Domique schmeckt immer anders. Je nach dem wo die Bienen ihren Nektar gesammelt haben, welche Blumen und Baume gerad blühen, bekommt der Honig seinen Geschmack. Ich war sehr beeindruckt wie stark man die Unterschiede schmeckt.

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Hat Stadthonig nicht viele Schadestoffe?
Ich dachte immer in der Stadt gibt es zu viele Abgase, zu viele Schadstoffe für die Bienen aber das ist ganz und garnicht so. Die Bienen sind so großartig, das sie z.b. die Autoabgase filtern können und daher keine Reste im Honig überbleiben. In der Stadt werden die Pflanzen nicht mit Pesiziden behandelt und so bekommt man in der Stadt einen sehr guten, reinen Honig.

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Warum sollte man lieber Honig als Zucker essen?
Honig besteht aus Glucose und Fructose. Also eigentlich genau so wie normaler Zucker, allerdings enthält Honig auch Mineralstoffe, Vitamine und Aminosäuren. Die meisten Honigsorten haben mehr Fructose als Glucose. Fructose ist etwas süßer und daher muss man zum Süßen einige geringere Menge Honig verwenden. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Honig den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen lässt und auch die Blutfette positiv beeinflusst.

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Jetzt habe ich euch einen kleinen Einblick über das Leben der Bienen und die Arbeit eines Imkers gegeben. Ich persönlich finde es ist eine sehr wichtige Arbeit und ich bin sehr froh das es Menschen wie Michaela und Dominique gibt, die die Bienen vor dem Aussterben retten. Und ich mag mir keine Welt ohne Blumen, Blüten und Wildpflanzen vorstellen. Geht es euch nicht auch so?

Wer Honig essen mag sollte sich auf jeden Fall mal das eine oder andere Glas von der Stadtimkerei Léo + Co. besorgen.

Ich wünsche euch allen einen schönen Tag!