Wer einen Menschen zum lachen bringt, tut ein gutes Werk (Indonesisches Sprichwort)

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Jetzt ist es schon 3 Wochen her das wir von unserer wundbaren Rucksackreise durch Indonesien zurück sind. Und ich hatte euch ja versprochen etwas über die Reise zu erzählen. Ich war mit meinem Freund Sascha Niethammer Photography unterwegs, die meisten Fotos die Ihr hier findet sind auch von Ihm. Die schönen natürlich, 2-3 habe ich mit dem Handy gemacht. 🙂

Wir haben unsere Reise gestartet und sind von Hamburg über Dubai nach Singapur geflogen. Ich war total erstaunt das man im Flugzeug veganes oder vegetarisches Essen bestellen kann. Auch wenn ich Flugzeugessen nicht besonders lecker finde. Bei einer gesamten Flugzeit von 17 Stunden ist es schon gut etwas zu essen zu bekommen. Und dafür, muss ich sagen war es auch ganz lecker 🙂 Ich war natürlich auch ganz gut vorbereitet und habe mir ein paar Rohkostriegel und Nüsse mitgenommen.

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In Singapur hatten wir 2 ½ Tage Aufenthalt und haben die Stadt überwiegend zu Fuß erkundet. Unsere Unterkunft war in Little India und dort haben wir auch am 2. Tag unser Mittagessen genossen. Die Einheimischen in Little India essen überwiegend mit den Händen und so wollten wir das auch probieren. Es war für uns, aber auch für die Bedienung und die Gäste am Nebentisch, sehr interessant und lustig. Reis mit Gemüse und Sauce mit der Hand zu essen ist garnicht so einfach wie es sich anhört. Bevor ich mit dem Essen begonnen habe, habe ich unseren Nachbartisch beobachtet und es denen dann nachgemacht. Es sah sicher nicht so professionell aus wie bei unseren Tischnachbarn aber seht selbst:

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Singapur ist meiner Meinung nach eine großartige Stadt, mit vielen verschiedenen Vierteln. Singapur ist total vielfältig, modern und unglaublich sauber. Ich finde, es ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Am 10.8 ging es dann weiter nach Bali. Nach 2 ½ Stunden Flug kamen wir abends um 22.00 Uhr in Denpasar an.  Da wir keine Unterkunft gebucht hatten, machten wir uns als erstes auf die Suche nach einem Hotel. Um nicht so weit fahren zu müssen, hatten wir uns Legian ausgesucht. Legian ist eine absolute Touristenhochburg und eigentlich garnicht das was wir wollten. Aber es ging ja nur um eine Nacht. Nach dem wir eingecheckt und uns etwas umgesehen hatten, sind wir in ein kleines Restaurant und haben Nasi Goreng (natürlich vegetarisch) gegessen.

Wir setzten unsere Reise in Richtung Norden fort. Auf dem Weg haben wir uns Tempel, Wasserfälle und Reisterassen angeschaut. Waren auf einer Farm die Kaffee, Tee, Früchte, Gräser und Kräuter angebaut hat und das alles Organic. Wir haben eine Kaffee- und Teeverkostung gemacht – Ja ich weiß, Kaffee ist nicht gesund, aber wenn man die Chance hat Luwak-Coffee, den teuersten Kaffee der Welt zu probieren, hättet ihr dann “nein” gesagt?

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Der Farmer hat mir eine Kakao-Frucht geschenkt und ich konnte die einzelnen Kakaobohnen wie Bonbon´s lutschen. Nur zerkauen durfte man sie nicht, dann sind sie richtig bitter. Sehr interessant fand ich auch den Mangosteen-Tee. Er soll ein richtiger Gesundheitstee sein und gegen Stress, Bluthochdruck und Diabetes seine Wirkung zeigen. Dazu ist er auch noch sehr lecker. Auch Lemon Grass und Pineapple waren auf dieser Farm zu finden.

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In Lovina haben wir uns 2 Tage aufgehalten und hatten das Glück einmal über ein Reisfeld zu laufen. Wir waren uns der Gefahr von Schlangen noch nicht bewußt. Auf den Reisfeldern trafen wir Bauern, Frauen und Kinder die damit beschäftigt waren mit Plastiktüten, Rasseln (Über das Feld gespannte Leinen mit Dosen, Plastikflaschen und Plastiktüten) die Vögel von dem Reis fern zu halten. Wie mühsam der Anbau von Reis ist wurde mir auf dieser Reise erst richtig bewußt. Und trotz dieser schwierigen Arbeit wurden wir sehr freundlich auf diesem Feld empfangen.

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Unsere Reise ging weiter nach Amed, ein kleiner Ort an der Küste. Wir hatten eine tolle kleine Unterkunft bei einer netten Familie. Der kleine Sohn der Familie war unglaublich süß, er wollte unbedingt mit mir spielen, hatte aber auch Respekt vor meiner hellen Haut. Das legte sich aber später beim Spielen. 🙂

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In Amed haben wir tolle Menschen kennengelernt und in einer Bar einen schönen Abend verbracht. Von dem Besitzer der Bar und seinem kleinen Affen wurden wir mit leckeren Fruchtsäften und vegetarischen Speisen bewirtet.

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Weiter ging es zu den Gilli-Inseln. Auch hier hatten wir eine tolle kleine Hütte, direkt am Meer und haben 4 wundervolle, entspannte Tage verbracht. Auf den Gilli Inseln gibt es keine motorisierten Fahrzeuge, alles wird mit Pferden oder Handkarren erledigt. Gilli Meno ist die ruhigste Insel dieser Inselgruppe und auf dieser waren wir 4 Tage entspannen, schnorcheln, essen und die Insel erkunden. Ein toller Ort… ein Paradies. Aber auch hier gibt es ein unglaubliches Müllproblem. Aber das schönste Erlebnis: Wir haben Turtels gesehen.

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Danach ging es weiter nach Padang-Bai. In Padang-Bai hatten wir ein nettes kleines Zimmer und haben 2 Tage in dieser kleine Hafen-Stadt verbracht. Hier gab es ein tolles Restaurant in dem ich ein leckeres Reis-Gemüse-Tempe-Gericht bekommen habe.

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Unsere Reise ging weiter nach Sidemen. Sidemen ist ein toller Ort umgeben von Reisterassen. Hier wurde uns noch einmal bewusst wie schwer der Reisanbau ist. Von Hand werden die Reispflanzen in einem mit Wasser gefüllten Feld gesäat, das Feld wird mit Ochsen oder einer handbetriebenen Maschine gepflügt. Die Männer und Frauen arbeiten Barfuss in knietiefem Schlamm und zum Teil helfen auch die Kinder bei der Arbeit mit. Hier sahen wir auch unsere erste Schlange. Für mich stellt sich einfach die Frage, ob ein Preis von 40 oder 50 Cent pro Reispackung im Einzelhandel in Europa gerechtfertigt ist, bei so einer schweren Arbeit. Was meint ihr dazu?

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Und auch das Pflücken der Kokosnüsse ist nicht ganz so einfach. Für uns wäre das nicht machbar.

Erschreckend fand ich aber den ganzen Müll. Es liegt so viel Plastik auf Bali rum. Sogar in den Reisfeldern und in den Flüssen mit denen die Reisfelder bewässert werden. Dieses Problem bekommen die Menschen oder dir Regierung dort noch nicht in den Griff. Leider 🙁

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Die letzte Stadt unserer Reise war Ubud. In Ubud haben wir super Restaurants gefunden. Wer also als Veganer oder Vegetarier nach Bali fliegt sollte diese beiden Restaurants unbedingt einplanen. Das Vegane-, Rohkostrestraurant und -cafe heißt „Alchemy“ und das Restaurant “The Elephant” bieten eine ausgezeichnete Küche und sogar grüne Smoothies. Am ersten Morgen um 06.00 Uhr haben wir uns auf dem Weg zu einem traditionellen indonesischen Markt gemacht. Ein einmaliges Erlebnis, wir haben uns Litschis und frische Mango´s gekauft und sofort gegessen. Unglaublich lecker.

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Das Essen auf Bali war für mich als Vegetarierin kein Problem, ich habe immer etwas gefunden oder mir wurde etwas zubereitet. Typisch für Bali sind Bananapancakes, frische Fruchtsäfte, Nasi Goreng und Mie Goreng. Mango´s, Kokosnüsse, Kakaobonen und vieles mehr findet man überall.

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Unsere Balireise war super interessant und total schön. Wir haben nette Menschen kennengelernt und schöne Orte gesehen. Ich bin sehr beeindruckt von der Freundlichkeit und Offenheit der Menschen dort. Die Balinesen haben ein total tolles Zusammengehörigkeitsgefühl und sind sehr Hilfsbereit untereinander.

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Wenn Ihr mehr über unsere Reise erfahren möchtet, schaut hier vorbei:  http://sascha-niethammer.com/