Um das frühzeitige Auskeimen zu verhindern und sich vor Feinden zu schützen, haben Samen und Nüsse Enzymhemmer und Fraßschutzstoffe. Dies Stoffe machen es unserer Verdauung nicht gerade leicht. Dazu kommt, das Nüsse häufig Schimmelgifte enthalten, die durch falsche oder zulange Lagerung sowie durch Beschädigung der Oberfläche bestehen. Daher ist es wichtig die Nüsse vor dem Verzehr in Wasser einzuweichen.
Durch das Einweichen werden Säure und Bitterstoffe reduziert und die Entzymhemmer verlieren ihre Wirkung. Wenn man sicher gehen will, dass keine Schimmergifte mehr in den Nüssen sind, kann man Nüsse mit Vitamin-C Pulver einweichen. Ich habe das allerdings noch nicht ausprobiert und weiß daher auch nicht wie die Nüsse danach schmecken.
Die Nüsse in eine Schüssel geben und mit Wasser auffüllen, bis alle Nüsse bedeckt sind. Entsprechende Einweichzeit beachten. Dann das Wasser abgießen und die Nüsse noch einmal spülen und im Anschluss trocknen. Wenn Ihr die Nüsse nicht sofort verwenden, bewahrt sie im Kühlschrankt auf, sonst schimmeln sie.
Es gibt einige wenige Nüsse, die nicht eingeweicht werden müssen, dazu gehören Cashewkerne, Paranüsse und Macadamianüsse

Einweichzeiten:
Buchweizen: 6 – 8 Stunden
Chiasamen: 6 – 8 Stunden
Haselnüsse: 2 Stunden
Kürbiskerne: 4 – 6 Stunden
Leinsamen: 4 – 6 Stunden
Mandeln: 8 – 12 Stunden
Pekannüsse: 2 – 4 Stunden
Sesamsamen: 4 – 6 Stunden
Sonnenblumenkerne: 4 – 6 Stunden
Walnüsse: 6 – 8 Stunden

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